Geben und Nehmen

Entstehungsjahr

2014 – 2015

Entstehungsort

Deutschland, Griechenland, Österreich

Maße

278 x 174 x 7 cm

Material

Erde, Fundstücke, Holz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geben und Nehmen – ein Logbuch

Wenn sich die Einkommensverteilung zu stark auseinander entwickelt, dann ist der soziale Zusammenhalt gefährdet, sagen Ökonomen. Der Ruf nach einer gerechteren Umverteilung des Vermögens wird immer lauter. Diese Forderungen sind nichts Neues. Bereits in den alten Schriften vieler Religionen wird das Streben nach einer Balance von Geben und Nehmen empfohlen, denn – so sagen die jeweiligen Texte – erst in der Ausgewogenheit liegt das Glück.

Doch ist es überhaupt möglich, eine langfristige Balance der eigenen Handlungen herzustellen, sich gegen die Macht der Gier zu stellen? Und welche Wirkung hat dies tatsächlich auf den Einzelnen bzw. auf seine Umwelt?

Ausgehend von dieser Fragestellung unterzog sich die kunstnomadin ein Jahr lang einem zyklischen Materialfluss um zugleich den Zustand der Balance als künstlerische Beobachterin in einem Logbuch zu beschreiben. Als äußere Struktur dieses Vorgangs wählte sie den Mondzyklus. Während der zunehmenden Mondphase nahm sie täglich ein Objekt aus ihrer Umgebung in ihre Schatzsammlung auf und im Gegenzug trennte sie sich bei abnehmendem Mond von etwas aus ihrem Besitz. Für die Dokumentation dieses Gebens und Nehmens verwendete sie jeweils ein »Schatzkästchen«, in dem sie die Fundstücke bzw. die Abdrücke der weggegebenen Dinge sammelte.
Das Ergebnis ist ein reliefartiges Logbuch, welches diesen Prozess wiedergibt. Ergänzend dazu erstellte sie ein Booklet mit Fotografien und Aufzeichnungen ihrer  Gedanken und Beobachtungen, die einen vermittelnden Bestandteil des Werkes darstellen und die Veränderungen ihrer Handlungen beschreiben, hervorgerufen alleine durch ihre beobachtende künstlerische Haltung.

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